Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Inhaltlicher Aufbau der Karteikarten und Arbeitshefte
Freiarbeit im Mathematikunterricht der Grundschule

Jedes Arbeitsheft, bzw. jede Kartei hatte entweder einen geometrischen oder einen arithmetischen Schwerpunkt und bestand aus 12 bis höchstens 30 Aufgabenseiten. In der ersten und zweiten Klasse war der Umfang geringer, von der dritten Klasse an waren 20 bis 24 Seiten die Regel. War die Thematik umfangreicher, dann bildete ich daraus lieber weitere Aufgabenhefte.
Durch diese Beschränkung waren die Aufgaben eines Arbeitsheftes in einer überschaubaren Zeit von dem Kind zu bearbeiten, gleichzeitig aber auch nicht schon nach einstündigem Gebrauch abgearbeitet. (Sehr schnell arbeitende Kinder schafften das dennoch hin und wieder.) Die Folge der Beschränkung im Umfang war, dass so eine ausgewogene Balance zwischen Anreiz, Anspannung, Anforderung und Anstrengung aufrecht erhalten wurde.
Die Schwierigkeit der Aufgaben nahm innerhalb eines Arbeitsheftes meistens zu. Es war deshalb lernökonomisch richtig, die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge zu bearbeiten, vorgeschriebenen war es nicht. Versuche mit nicht linear aufgebauten Arbeitskarteien waren bei mir nur sehr selten erfolgreich gewesen.