Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Das Aufgabenangebot, ein vernetztes System
Freiarbeit im Mathematikunterricht der Grundschule

Im Laufe der Jahre war bei mir ein ziemlich großes Angebot an Aufgaben zusammen gekommen. Zwischen unterschiedlichen Aufgabenserien gab es immer wieder Verbindungen in inhaltlicher und methodischer Art. Es entstand ein Beziehungsgeflecht, ein Netzwerk. Die Vernetzung erleichterte es den Kindern, Übergänge zwischen den verschiedenen Wahlaufgaben zu finden.
Zu fast jedem Thema hatte ich mehrere Aufgabenserien zusammengestellt. Sie nahmen mit steigender Zahl (SOMA 1, SOMA 2, SOMA 3 ...) im Anspruch zu, waren aber in der Regel in sich abgeschlossen und jede Aufgabe konnte für sich allein bearbeitet werden.
In einigen Arbeitskarteien oder Arbeitsheften wurden bestimmte Themen in den folgenden Schuljahren immer wieder aufgegriffen. So wurden z.B. symmetrische Spiegelungen beim Muster legen, beim Spannen von Gummibandfiguren, beim Legen von Tangram-Figuren, beim Bauen mit Würfeln, beim Herstellen von Faltfiguren in immer neuen Zusammenhängen thematisiert und trainiert.
Hatte z.B. ein Kind die Musterkarteien durchgearbeitet und besondere Freude an den Spiegelmustern gefunden, dann wandt es sich möglicherweise anschließend den Spiegelaufgaben am Geobrett oder den Spiegel-Tangrams zu. Bei der Bearbeitung dieser Aufgaben konnten durch das neue Material neue inhaltliche Interessen geweckt werden, die den Arbeitsfluss des Kindes dadurch in eine neue mathematische Richtung lenkten.
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Spiegelsymmetrie in verschiedenen Wahlaufgaben